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Praxiswissen und FAQ zu ISO-Normen und integrierten Managementsystemen

ISO-Normen schaffen international abgestimmte Grundlagen für technische und organisatorische Anforderungen. Die folgenden Unterseiten erklären die Entstehung und Bedeutung von ISO, die wichtigsten DCC-Managementsystemnormen und weitere relevante Standards für Informationssicherheit, KI, Labore und Energie.

WU002-01 – ISO: Entstehung, Bedeutung und Globalisierung

Was ist ISO?

 

ISO ist die International Organization for Standardization, eine unabhängige, nichtstaatliche internationale Organisation, in der nationale Normungsorganisationen gemeinsam internationale Standards entwickeln. Sie führt Fachleute aus unterschiedlichen Ländern zusammen, damit technische, organisatorische und wirtschaftliche Anforderungen über Grenzen hinweg vergleichbar beschrieben werden können. (ISO, https://www.iso.org/about)

 

Warum heißt die Organisation ISO und nicht IOS?

 

Die Kurzbezeichnung ISO wurde bewusst einheitlich für alle Sprachen gewählt und leitet sich vom griechischen Wort „isos“ für „gleich“ ab. Dadurch verwendet die Organisation weltweit dieselbe Bezeichnung, statt je nach Sprache unterschiedliche Abkürzungen zu führen. (ISO, https://www.iso.org/about)

Seit wann gibt es ISO?

 

ISO nahm 1947 offiziell ihre Tätigkeit auf; damals arbeiteten bereits 67 technische Komitees an internationalen Standards. Die Organisation entstand aus dem Bedarf, nationale Normung stärker zu koordinieren und technische Verständigung über Ländergrenzen hinweg zu erleichtern. (ISO, https://www.iso.org/about)

Wer entwickelt ISO-Normen?

 

ISO-Normen werden in technischen Komitees und Arbeitsgruppen durch Fachleute entwickelt, die von den beteiligten nationalen Normungsorganisationen entsandt werden. ISO ist daher weder eine einzelne Behörde noch ein privates Beratungsunternehmen, sondern ein internationales Normungsnetzwerk mit abgestimmten Entwicklungs- und Abstimmungsverfahren.

Sind ISO-Normen Gesetze?

 

ISO-Normen sind grundsätzlich freiwillige Standards und keine Gesetze. Verbindlich können sie dennoch werden, wenn Gesetze, Verträge, Ausschreibungen, Kundenanforderungen, Konzernvorgaben oder Genehmigungen ausdrücklich auf sie Bezug nehmen; deshalb muss immer geprüft werden, aus welcher Quelle die konkrete Verpflichtung entsteht.

Warum wurden internationale Normen notwendig?

 

Internationale Normen erleichtern die Vergleichbarkeit von Produkten, Prüfungen, Managementsystemen und Fachbegriffen. Sie reduzieren unterschiedliche nationale Erwartungen, unterstützen Handel und Zusammenarbeit und schaffen eine gemeinsame technische Sprache, ohne jedes Detail für jedes Land oder jede Lieferbeziehung neu verhandeln zu müssen.

Seit wann sind Managementsystemnormen wirtschaftlich besonders bedeutend?

 

Managementsystemnormen gewannen insbesondere mit der internationalen Verbreitung der ISO-9000-Familie ab den 1980er-Jahren stark an Bedeutung, weil Unternehmen ihre Qualitätsorganisation gegenüber Kunden und Lieferketten nach einem einheitlichen Rahmen darstellen konnten. Ihre Bedeutung ist mit globalen Lieferketten, Outsourcing und standortübergreifender Zusammenarbeit weiter gestiegen.

Welche Rolle spielen Globalisierung und Supply Chains für ISO-Normen?

 

Globale Lieferketten benötigen gemeinsame Anforderungen, damit Kunden, Hersteller und Lieferanten trotz unterschiedlicher Länder, Sprachen und Unternehmensgrößen vergleichbare Erwartungen an Qualität, Umwelt, Sicherheit oder Informationsschutz festlegen können. Eine ISO-Zertifizierung ersetzt keine eigene Lieferantensteuerung, kann aber eine anerkannte gemeinsame Systembasis schaffen.

Wie behandelt DCC die Grundlagen und Bedeutung von ISO-Normen?

 

DCC erklärt ISO-Anforderungen nicht nur als einzelne Normpunkte, sondern ordnet sie in Prozesse, Verantwortlichkeiten und den betrieblichen Alltag ein. Der DCC ISO Modular Starter konzentriert sich auf ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001 sowie auf deren sinnvolle Verbindung.

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